Noch 30 Tage bis zur DSGVO

Arbeitet Ihre Website datenschutzkonform und abmahnsicher?

DSGVO in den Startlöchern

Die Medien waren in den letzten Monaten voll davon ‐ die Datenschutzgrundverordung (DSGVO) tritt in 30 Tagen - am 25.05.2018 - in Kraft. Damit endet die Übergangsfrist für Unternehmen, sich datenschutzrechtlichen Vorgaben des Gesetzgebers zu unterwerfen und die Bestimmungen umzusetzen.

Verstöße können wettbewerbsrechtliche Abmahnungen nach sich ziehen und mit hohen Bußgeldern geahndet werden.

Auch Internetseiten betroffen

Neben zahlreichen Dokumentations- und Informationspflichten sowie neuen Prozessen im Unternehmen laufen Geschäftsführer Gefahr, die Datenschutzvorschriften für die vom Unternehmen betriebenen Internetseiten zu vernachlässigen.

Das ist fatal, denn gerade hier sind Unternehmer in der Pflicht, die Daten Ihrer Kunden und Besucher ebenso umfassend zu schützen, wie sie das im Geschäftsalltag auch tun sollten – und stehen entsprechend in der Verantwortung.

Zahlreiche Verstöße möglich

Da die Vorgaben der DSGVO mit etlichen Standard-Praktiken in der Webentwicklung und üblichen Nutzungspraktiken im Widerspruch stehen, ist es nicht unüblich, dass auch vor kurzem entwickelte Internetseiten gegen die neue Verordnung verstoßen.

Sichtbar wird das, wenn man die Seiten größerer Anbieter und bekannter Portale unter die Lupe nimmt. Auch dort sind Vorgaben bis dato oft nicht umgesetzt.

Trotzdem ist es möglich und notwendig, Ihre Internetseite rechtskonform zu betreiben – auch wenn das teilweise aufwendigster technischer Umbaumaßnahmen sowie umständlicher Lösungsansätze bedarf, für die Sie einen Dienstleister beauftragen sollten.

Beratungsbedarf abwägen

Das Internet ist voll von Guides und Anleitungen zur Umsetzung der DSGVO, auch Laien sind mit etwas Nachhilfe in der Lage, Datenschutzverstöße auf der eigenen Internetseite zu bemerken. Sollten Seitenbetreiber Verstöße gegen die DSGVO auf der eigenen Website identifiziert haben oder diese nicht ausschließen können, ist es zu empfehlen einen Dienstleister mit der Prüfung zu beauftragen.

In rechtlichen Fragen dagegen kann der technische Dienstleister allenfalls die Beratungsgrundlage zur Verfügung stellen – verantwortliche Geschäftsführer sollten dann eine Rechtsberatung abwägen. Das ist ratsam, wenn im Unternehmen nicht die Kapazitäten bestehen, die rechtlichen Ansprüche an die hinter der Website stehende Datenverarbeitung hinsichtlich Informations- und Einwilligungspflichten an den technischen Dienstleister zu übermitteln.

Alternative zur Umsetzung der DSGVO

Ist es Ihnen als Seitenbetreiber nicht möglich, den Prüfpflichten zum Umgang mit Kunden- und Besucherdaten auf den von Ihnen betriebenen Internetseiten nachzukommen und der Verordnung zu entsprechen bzw. kann kein Dienstleister beauftragt werden, so liegt es nahe zum 25.05.2018 die Internetseite vom Netz zu nehmen – der Gesetzgeber will es so.

Zusammenfassung

Aktuell vorliegende Infos

  • DSGVO-Inkraftreten am
    25.05.2018
  • Betroffene Internetseiten
    individuelle Prüfung erforderlich
  • Thematik
    Datenschutz, Informationspflichten, Dokumentationspflichten

Erforderliche Maßnamen

  • Umsetzung der DSGVO auf der eigenen Internetseite prüfen
  • technische Beratung abwägen
  • Rechtsberatung abwägen
  • ggf. Änderungen an der Internetseite vornehmen lassen
  • Pflichtverletzungen aus Vorgaben der DSGVO sind abmahnfähig

Artikel vom
  24.04.2018 12:28 Uhr

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